Der „Strippenzieher“ steht seit 30 Jahren an der Spitze

Generalversammlung: Alois Stöcklin geehrt / RSV Rheinfelden zieht positive Bilanz / Radrennen findet in diesem Jahr am 14.
Juli statt

Ein neuer Rekord bei der Anzahl der Rennfahrer, solide Finanzen und mit Alois Stöcklin ein Vorsitzender, der seit nunmehr 30 Jahren an der Vereinsspitze aktiv ist - kein Wunder, dass bei der Generalversammlung des RSV Rheinfelden am Mittwoch im Gasthaus „Engel“ in Degerfelden eine gute Stimmung herrschte.


So lobte Stöcklin in seinem Rückblick denn auch die  „tolle, harmonische Kameradschaft zwischen Jung und Alt“ sowohl im Vorstand als auch unter den Rennfahrern und dankte für das ehrenamtliche Engagement seiner Mitstreiter. Gleichwohl bereitet es ihm Sorgen, dass im Bezirk die Schüler- und Jugendklassen insgesamt sehr schwach besetzt sind.

Sportliche Erfolge
Besser ist die Situation im eigenen Verein: Nachdem der RSV im Jahr 2014 nur 14 Lizenzen für Rennfahrer und Funktionäre beim Verband beantragt hat, stieg die Zahl in den Folgejahren stetig wie der Sportliche Leiter Thorsten Eichin berichtete. Mit nunmehr 30 Lizenzen (Rennfahrer und Funktionäre) hat der Verein für 2018 einen neuen Rekord erreicht. Dies sei vor allem dem Zuwachs im Mountainbike-Bereich zu verdanken, so Eichin.
Die größten Erfolge im Jahr 2017 gab es ebenfalls aus der noch jungen Mountainbike-Fraktion des traditionell eher auf der Straße vertretenen Vereins zu vermelden. Mit Tim Meier stellte der RSV im vergangenen Jahr den Sportler des Jahres der Stadt Rheinfelden. Er gewann unter anderem die MTB-Bundesliga, wurde Deutscher Vizemeister und landete auf Platz 13 bei den Weltmeisterschaften in Australien.
Dazu erreichten die sechs Nachwuchsbiker mehrere vordere Platzierungen beim Täler- und Kidscup und nahmen am Mountainbike-Marathon in Kirchzarten sowie am Trans-Schwarzwald teil, wie der Sportliche Leiter für den MTB-Bereich, Michael Di Genio, berichtete. Sören Schneider wurde beim Tälercup Zweiter der Gesamtwertung, Laura Albrecht wurde Fünfte, Lucy Di Genio Sechste.
Auf dem Rennrad konnte Adrian Fingerlin als Achter der C-Amateure beim Heimrennen eine gute Platzierung einfahren, Ralf Bär wurde Sechster in der Seniorenklasse und Eberhard Sutter sogar Vierter beim Jedermannrennen. Zudem gewann Magnus Gohn den Triathlon in Schopfheim. „Wir sind inzwischen in vielen Sportarten vertreten“, stellte  Eichin fest.

Mit dem Partnerverein VC Peloton wurden dank der Bereitschaft des RSV Trompeter Bad Säckingen außerdem erstmals zwei Clubrennen durchgeführt. Adrian Fingerlin fuhr in der Gesamtwertung auf den dritten Platz.

Ausblick
Das Rheinfelder Radkriterium findet in diesem Jahr am Samstag, 14. Juli, statt. Das Hauptrennen der Elite-Amateure wird dabei wie schon 2016 als Nachtrennen unter Flutlicht und mit Hilfe des THW ausgetragen. „Das wird bestimmt wieder ein tolles Spektakel“, prognostizierte Thorsten Eichin. Außerdem werde die Stadtverwaltung die Rennstrecke erstmals bereits zwei Stunden vor Rennbeginn sperren und selbst einen Abschleppdienst einsetzen, um Falschparker rechtzeitig entfernen zu können. Im vergangenen Jahr hatte es Beschwerden wegen der Sperrungen ab der Mittagszeit an einem Einkaufssamstag gegeben. Die Stadt stehe aber klar hinter dem Rennen, betonte Stöcklin.
Die Benefiz-Radtour auf der Weltrekord-Strecke von Alois Stöcklin aus dem Jahr 1980 findet in diesem Jahr am 26. Mai statt. Im vergangenen Jahr kamen dank Rekord-Beteiligung insgesamt 2400 Euro zusammen, die zu gleichen Teilen an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg und die Tour der Hoffnung  gespendet wurden.

Finanzen
Nach einem leichten Plus im Jahr 2016 konnte Kassierer Ralf Bär für das Jahr 2017 nochmals einen finanziellen Zuwachs vermelden. Dies sei vor allem auf ein gutes Ergebnis am Radrennen zurückzuführen, wo bei bestem Wetter und dank des Engagements zahlreicher Mitglieder und Freunden des Vereins ein Plus erwirtschaftet wurde.

Wahlen
Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden Eberhard Sutter (stellvertretender Vorsitzender), Ralf Bär (Kassierer) sowie Adrian Fingerlin (Kassenprüfer). Als zweiter Kassenprüfer folgte Florian Meichelböck auf Otmar Stöcklin.

Ehrungen
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Günther Lützelschwab in Abwesenheit geehrt.
Weitere Jubilare: Franco Dibisceglia, Sören Schneider, Stefan Schneider, Leon Kinzy und Jan Bertram (alle fünf Jahre), Michael Mülhaupt (alle zehn Jahre), Julian Strittmatter, Michael Wiedenbauer, Tobias Martin, Jürgen Raber, Jörg Nöhmer und Horst Harmansa (alle 15 Jahre), Hans-Jürgen Thoma (30 Jahre), Rocco Libonati, Jürgen Schaier und Karl Bierig (alle 35 Jahre). 40 Jahre sind Kurt Amrein und Manfred Käuflin dabei, Otmar Stöcklin sogar schon 45 Jahre.

Eine besondere Auszeichnung erhielt der Vorsitzende: Seit 30 Jahren bekleidet Stöcklin inzwischen das Amt des Vorsitzenden und seit 51 Jahren ist er Mitglied. Dafür gab es sechs Flaschen Wein aus Regionen in denen er schon mit dem Rad unterwegs gewesen ist. Sein Stellvertreter Eberhard Sutter lobte Stöcklin: „Alois leitet den Verein mit viel Fingerspitzengefühl, Weitblick und ist der Strippenzieher für unser Radrennen.“ Nur in diesem Jahr wird Stöcklin sich nicht ganz so viel einbringen – er feiert am Vorabend des Rennen seinen 70. Geburtstag.

Der Vorstand mit den neuen RSV-Handtüchern (v.l.): Eberhard Sutter, Florian Meichelböck, Alois Stöcklin, Ralf Bär, Thorsten Eichin, Michael Di Genio und Kristoff Meller

Pressebericht der Badischen Zeitung

 

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