Ein ganz besonderes Mitglied durften wir bei unserer Generalversammlung am Freitag im „Engel“ in Degerfelden ehren: Unser Vorsitzende Alois Stöcklin trat vor genau 50 Jahren als 18-jähriger Rennfahrer in den Verein ein.

Seine Leistungen würdigte sein Stellvertreter Eberhard Sutter in einer ausführlichen Laudatio. Neben den sportlichen Erfolgen – 1980 stellte Alois einen Langstreckenweltrekord auf und legte dafür in einem (verregneten) Monat 9819 Kilometer zurück, außerdem nahm er unter anderem am „Race Across America“ teil – sammelt Alois seit 33 Jahren  Spenden für krebskranke Kinder bei der „Tour der Hoffnung“. Dort radeln Promis und Profisportler für den guten Zweck, weshalb Alois inzwischen auch in diesen Kreisen „bekannt wie ein bunter Hund“ sei, berichtete Eberhard. Er überreichte anschließend im Namen des gesamten Vorstands einen Geschenkkorb sowie Urkunde und Ehrennadel des Badischen Radsportverbands.

Auch Alt-Oberbürgermeister Eberhard Niethammer würdigte Alois, der seit 1988 RSV-Vorsitzender ist: „Der RSV ist seit vielen Jahren ein Aushängeschild für die Stadt.“

Radrennen
Ein „tolles Spektakel“ war laut Alois das letztjährige Radrennen, das zum 60. Mal stattfand und als Etappe des LBS-Cups ausgetragen wurde. Das Hauptrennen fand als Nachtrennen statt, was bei den Fahrern sehr gut angekommen sei. „Das war nicht zuletzt der Ausleuchtung durch das THW und der seit Jahren guten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Bauhof zu verdanken“, sagte der Vorsitzende, der aber auch Eberhard Sutter und Andreas Kohlbrenner sowie Lothar Görsch für die Organisation dankte. In diesem Jahr findet das Rennen am 15. Juli wieder als normales Kriterium statt.

Benefizradtour
Bei der Benefizradtour, die seit 2010 jedes Jahr auf der Strecke des Langstreckenweltrekords von Alois durchgeführt wird, kamen im vergangenen Jahr Spenden in Höhe von 2500 Euro zusammen. 1000 Euro gingen an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg, 1500 Euro an die „Tour der Hoffnung“.  In diesem Jahr findet die Radtour am 27. Mai statt. Es stehen wieder 50, 100 oder 200 Kilometer zur Wahl.

Finanzen
Aufgrund des guten Umsatzes beim Radrennen im vergangenen Jahr steht der Verein finanziell gut dar, wie Kassierer Ralf Bär berichtete.

Mitglieder und Rennsport
Positiv entwickelt hat sich unter den 110 Mitgliedern die Anzahl der Rennfahrer. Waren es 2014 noch 13 Fahrer in der Lizenzklasse so durfte der Sportliche Leiter Thorsten Eichin für dieses Jahr 29 Lizenzen beantragen. Dies liegt vor allem am Zuwachs im Bereich Mountainbike, wo mit Junioren-Weltcup-Gewinner Tim Meier und Sören Schneider zwei große Talente für den RSV starten. Beide wurden auch für die Wahl zum Sportler des Jahres der Stadt Rheinfelden nominiert. Weitere Erfolge auf der Straße steuerte U13-Fahrerin Lena Moisescu bei. Sie ist amtierende Deutsche Berg- und Landesmeisterin. „Mit ihnen werden wir  in den nächsten Jahren noch viel Freude haben“, prophezeite Thorsten und lobte zudem das „tolle Miteinander von Jung und Alt“ im Verein.

Totenehrung
Bei der Totenehrung wurde dem früheren zweiten Vorsitzenden Rudi Winiarski gedacht. Dieser war 2016 bei einer Radtour mit einem Motorradfahrer zusammen gestoßen und tödlich verunglückt. „Das war ein Schock für uns alle. Dass er bei seiner Lieblingsbeschäftigung gestorben ist, ist nur ein schwacher Trost“, sagte Stöcklin. Der Verein hat am Unfallort inzwischen eine Gedenkstätte eingerichtet, die regelmäßig gepflegt werden soll.

Wahlen
Neben Alois Stöcklin wurden auch Thorsten Eichin (Sportliche Leiter) und Kristoff Meller (Schriftführer) wiedergewählt. Michael Di Genio löste Michael Schell als Mountainbike-Fachwart ab.

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